Fiktive Casino-Romane für Spieler

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05.12.2018

Das Glücksspiel hat kreative Köpfe immer schon fasziniert. Der Wille des besessenen Spielers, der für den finalen Einsatz alles aufs Spiel setzen würde, ist ein düsterer und verführerischer Aspekt des menschlichen Verhaltens. Sowohl Schriftsteller als auch Filmmacher und Künstler erkunden das Thema, um es zu verstehen.

Obwohl wir heute wissen, dass das Glücksspiel eine Form der Abhängigkeit sein kann und ein gewisses Maß an Vorsicht und Selbstkontrolle erfordert, gibt es keinen Zweifel daran, dass die Geschichten vom Reichtum (oder auch Armut) über Nacht guter Lesestoff sind – besonders dann, wenn sie in der undurchsichtigen und kriminellen Schattenwelt von Las Vegas oder eines anderen Glücksspiel-Mekkas spielen.

Das Glücksspiel zieht Menschen weltweit in seinen Bann und Romane haben einen ähnlichen Effekt. Hier finden Sie einige exzellente Werke der Fiktion, in denen das Glücksspiel zentral für das Setting ist und die es sich lohnt, zu lesen. Dabei spielt keine Rolle, ob Sie selbst spielen oder nur nach einem fesselnden Buch suchen, in das Sie hineingesogen werden wollen.

Narren sterben von Mario Puzo

Dieser Roman von Mario Puzo aus dem Jahr 1978 ist vielleicht nicht ganz so bekannt wie die bahnbrechende Triloge Der Pate, aber nicht weniger fesselnd. Die Geschichte dreht sich um eine Gruppe von Individuen, die ursprünglich nichts miteinander zu tun haben. Ein gemeinsames Spiel im Las Vegas Hotel sorgt allerdings dafür, dass sich ihre Lebenswege kreuzen.

Es folgt eine Saga von Habgier, Korruption, Betrug und natürlich dem Glücksspiel, die für alle Charaktere bitter endet, insbesondere für den Protagonisten Merlyn. Er schafft es allerdings im Gegensatz zu den meisten anderen, bis zum Ende des Buches zu überleben. Letztendlich ist dieses Buch genauso drastisch und spannend wie Der Pate von Puzo.

Angst und Schrecken in Las Vegas von Hunter S. Thompson

Der Film, der auf diesem Roman von Hunter S. Thompson beruht, ist besser bekannt als „Fear and Loathing in Las Vegas”. Johnny Depp ist hier in der Rolle des auf die schiefe Bahn geratenen Journalisten Raoul Duke zu sehen.

Mit seinem Anwalt (Dr. Gonzo) zieht er auf der Suche nach dem amerikanischen Traum einen Streifen der Verwüstung in den USA nach sich. Der Film ist dem Buch gar nicht so unähnlich. Es basiert auf einem Trip des Autors und dem Aktivisten und Anwalt Oscar Zeta Acosta nach Las Vegas.

Die beiden arbeiteten gerade an einem Beitrag über einen mexikanisch-amerikanischen Aktivisten, der während der Anti-Vietnam-Proteste von einem Sheriff getötet wurde. Sie glaubten, Las Vegas biete Ihnen ein sicheres Klima, um ihre Pläne zu besprechen.

Wie viel von dem drogenbehafteten, surrealen Wahnsinn des Buchs wirklich auf ihren Erlebnissen beruhen, sei dahingestellt. Der Roman ist allerdings noch immer höchst originell, unterhaltsam und ein präziser Kommentar zur Realität des amerikanischen Traums, in dem Las Vegas in vielerlei Hinsicht zentral ist.

Der Spieler von Fjodor Dostojewski

Dostojewski ist bekannt dafür, selbst seine Leidenschaft für das Glücksspiel gehegt zu haben. Sein Roman erzählt vom fiktiven Alexej Iwanowitsch und seiner allmählichen Besessenheit vom Roulette-Tisch. Dostojewski selbst verlor fast all seine Rechte auf seine Bücher, weil er so ausgeprägte Glücksspielgewohnheiten pflegte. Es gibt also wahrscheinlich mehr als nur ein paar Tröpfchen Wahrheit in dieser erdachten Geschichte.

Er spielte bis zum Punkt, an dem er alles verlor. Um dem finanziellen Ruin zu entgehen, der auch dem Zusammenbruch der Zeitschrift „Epocha“ geschuldet war, ging er eine Abmachung mit dem Verleger F. T. Stellowski ein. Glücklicherweise schaffte er es, dessen Bedingungen einzuhalten. Die Erfahrung hat offensichtlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen und die Geschichte von Iwanowitsch inspiriert.

Casino Royale von Ian Fleming

Es ist kein Geheimnis, dass Mr. Bond ein gutes Spiel liebt und sein unverschämtes Glück bei Frauen und dem Entkommen tödlicher Situationen scheint ihn auch bis an den Tisch zu verfolgen. Bond ist nie zu weit von einem Poker- oder Roulette-Spiel oder einer Bar entfernt. Das klassische Buch Casino Royale ist damit die ultimative Kombination von Bond und Casino. Es gab ein paar Verfilmungen, aber keine kommt an den Originalroman heran.

Der erste Roman der Bond-Reihe ist an sich schon eine Kultsaga. Er unterscheidet sich auch ziemlich von den Filmen, was ihn umso lesenswerter macht. Bond nimmt es hier nicht mit Spectre, sondern mit der etwas weniger beeindurckend klingenden, jedoch nicht weniger gefährlichen Organisation SMERSH auf.

Dabei muss er den Bösewicht Le Chiffre in einer Partie Baccarat mit hohen Einsätzen besiegen. Es genügt, zu sagen, dass sie voller Intrigen und Spannung ist. Es ist außerdem erfrischend, zu sehen, dass Bond nicht jedes Spiel im Buch mit Leichtigkeit gewinnt (zumindest anfänglich).

Die oben genannten Bücher sind natürlich bloß die Spitze des Eisbergs. Es gibt dutzende von großartigen Geschichten, in denen es um Glücksspiel und die Welt des Casinos geht. Wenn Sie sich jedoch eher für etwas Handfestes begeistern, dann sind einige Erzählungen aus dem wahren Leben ein Muss.

Casino: Roman (Casino: Love and Honour in Las Vegas) von Nicholas Pileggi ist ein gutes Beispiel hierfür. Es inspirierte den Film Casino mit Robert De Niro und Joe Pesci (in dem Pesci entdeckt, wie viele alltägliche Gegenstände er daür nutzen kann, Leute anzugreifen, die ihn schief ansehen). Darüber hinaus bietet er einen packenden und verstörenden Einblick in die von der Mafia gesteuerten Casinos der 70er und frühen 80er Jahre.

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