Diese psychologischen Tricks nutzen Poker-Spieler

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15.04.2019

Die meisten Casinospiele erfordern eher Glück als Können, aber Poker ist hierbei die spannende Ausnahme. Dieses Spiel erfordert Ausdauer, um auch lange Turniere zu überstehen.

Die Psychologie spielt hier ebenfalls eine entscheidende Rolle, denn Spieler müssen die Körpersprache ihrer Gegenspieler einschätzen und darauf reagieren.

Sie müssen sich außerdem selbst zusammenreißen und dürfen keine Miene verziehen, egal, ob die Karten gut oder schlecht sind. Spieler müssen also bluffen oder ihren Gegnern glaubhafte Lügen auftischen, um ihnen Selbstsicherheit zu demonstrieren.

Auf diese Weise kommt ein Pokerspiel schon der psychologischen Kriegsführung gleich. Lesen Sie hier mehr über die psychologischen Tricks und Stärken der Poker-Profis.

Mentale Stärke

In einer Reihe von Artikeln für die Seite Poker News analysiert Dr. Tricia Cardner die Achterbahnfahrt eines Pokerspielers. Mal gewinnt man große Summen und mal schneidet man eher schlecht ab. Sie identifiziert hierbei eine Eigenschaft, die alle Pokerspieler miteinander teilen: die mentale Stärke. Sie sagt:

„Mentale Stärke befähigt Sie dazu, in jeder Situation bestens zu spielen. Sie wird insbesondere dann wichtig, wenn dem Spieler Probleme, Hindernisse, Pech oder Ausrutscher in die Quere kommen - sei es im persönlichen Leben oder am Tisch. Mit mentaler Stärke können sie konsistenter spielen, egal, welche Herausforderungen am Tisch oder anderswo auf sie warten.“

Was Cardner hier versucht, aufzuzeigen, ist, dass es einen Zusammenhang zwischen einem Spieler mit weniger mentaler Stärke und dem Beginn seiner Pechsträhne gibt. Sie listet außerdem weitere Eigenschaften auf, die professionelle Pokerspieler alle gemeinsam haben:

  • Selbstmotivation
  • Realistischer Optimismus
  • Emotionale Kontrolle
  • Ausgeglichenheit in Stresssituationen
  • Entschlossenheit
  • Konzentration
  • Selbstbewusstsein
  • Keine Ausreden

Hierbei ist es wichtig, generell eine positive Einstellung zu haben. Das erlaubt es Spielern, stolz zu sein, wenn sie gewinnen und optimistisch zu bleiben, auch wenn das Ende weniger rosig auszusehen scheint.

Emotionale Disziplin

In ihrer Untersuchung der Spieler hebt Cardner auch emotionale Kontrolle als Kernfähigkeit eines Poker-Profis heraus. Es gibt zwar einige Ausnahmen, aber in der Regel kriegen die weltbesten Pokerspieler keine Wutausbrüche, wenn sie mal verlieren.

Sie bewahren einen kühlen Kopf und konzentrieren sich auf das nächste Blatt oder Turnier. Sie zitiert einen anonymen Spieler:

„Emotionale Kontrolle ist sehr wichtig. Man muss dazu in der Lage sein, Rückschläge einzustecken ohne sich unterkriegen zu lassen. Man muss stark sein und im Auge behalten, dass am Ende derjenige, der die besten Entscheidungen trifft, gewinnt. Man sollte sich nicht von einer Hand verunsichern lassen. Man muss stark bleiben!“

Cardner hat drei wichtige Tipps, um die Gefühle unter Kontrolle zu halten:

  1. Erst einmal müssen Sie die Mathematik hinter dem Pokerspiel verstehen, denn sogar die schlechteste Hand bietet eine kleine Chance darauf, zu gewinnen.
  2. Zweitens sollte man es machen wie Mr Spock aus Star Trek: Er nutzt Meditation und Atemtechniken, um sich besser im Griff zu haben.
  3. Drittens sollten Sie Ihre vorherigen Spiele analysieren, um zu verstehen, warum bestimmte Hände oder Runden einen Gefühlsausbruch hervorgerufen haben.

Informieren Sie sich über Ihre Gegner

Genauso wichtig wie die Entwicklung Ihrer eigenen Strategie im Spiel ist es auch, diejenige des Gegenspielers zu erforschen. Das ist nicht immer möglich, aber wenn Sie im Turnier mit den Profis spielen wollen, sollten Sie schon vorab wissen, wer Ihnen wahrscheinlich gegenübersitzen wird.

Der professionelle Pokerspieler Steve Badger zitiert den chinesischen Militärstrategen Sun Tzu, der sagte:

„Kenne deinen Gegner und dich selbst und du wirst einhundert Schlachten gewinnen.“

Natürlich ist Poker kein Krieg, aber es beinhaltet zu einem gewissen Grad einen Konflikt, in welchem Gegner verschiedene Strategien nutzen, um den besten Preis abzusahnen.

Badger rät, den Kreis der Gruppe zu erweitern, mit der normalerweise gespielt wird, und eher in Online-Foren statt mit Poker-Freunden zu spielen. Dort finden Sie auch Strategien und Ideen von einer größeren Bandbreite an Spielern. An einige haben Sie vielleicht selbst noch nie gedacht.

Wenn Sie von Vornherein wissen, gegen wen Sie spielen, dann sollten Sie versuchen, Aufzeichnungen oder Spielverläufe ihrer bisherigen Spiele zu finden und herauszufinden, welche Strategien sie nutzen oder welche Bluffs sie anwenden.

Risiko und Belohnung

Wer nichts wagt, der nichts gewinnt - das sagt schon ein altes Sprichwort. Badger unterscheidet zwischen Turnier-Poker und dem, was er „Ring-Poker“ nennt. Im Ring-Poker gebe es im Gegensatz zum Turnier-Poker weniger schwierige Situationen.

Er stellt heraus, dass alle Spieler denselben Schwierigkeiten gegenüberstehen, beispielsweise, ob sie bluffen oder folden sollten. Er sagt:

„In jedem Turnier muss jeder Spieler in den Abgrund blicken.“

Die Reaktionen auf diese Momente machten den Unterschied zwischen einem Amateur und einem Profi aus. Badger drückt dies ein wenig nüchterner aus:

„Das ist es, was die Spieler von den Gespielten unterscheidet.“

Er schlägt den Ansatz „Carpe Diem“ vor: Die Gelegenheit tapfer beim Schopfe zu greifen und alles zu riskieren, um zu gewinnen. Er rät außerdem, das eigene Ego beiseite zu schieben und zu lernen, wie man ein besserer Pokerspieler wird und nicht nur, wie man spielt, um zu gewinnen.

Auch Strategien im Fußball sind in vielerlei Hinsicht denjenigen im Poker ähnlich. Mehr dazu, was Fußball- und Pokerspieler gemeinsam haben, finden Sie in unserem Artikel dazu heraus.

 
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