Die Geschichte des Glücksspiels in Österreich

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18.04.2018

Glücksspiel findet heutzutage in Österreich immer mehr Anklang, auch wenn die österreichische Regierung seit einigen Jahren versucht, dem Glücksspiel entgegenzuwirken. Doch ungeachtet dessen erfreuen sich Spielbanken, Casinos und Automatenhallen ebenso großer Beliebtheit wie auch Sportwetten und Online Casinos.

Glücksspiel hat in Österreich, wie in vielen anderen Ländern, eine reiche Geschichte und ist ganz bestimmt keine neue Erscheinung. Bereits im Mittelalter spielten Leute vom Adel bis zum gemeinen Bauern um Geld und Gegenstände. Angefangen bei Würfelspielen bis hin zu ersten Anfängen eines Kartenspiels. Selbst berühmte Personen unterstützten und frönten selbst des Glücksspiels, so soll Mozart zum Beispiel regelmäßig in Wetten verwickelt gewesen sein. Auch Erzherzogin Maria Theresia hat im 18. Jahrhundert große Summen in eine Reihe von Glücksspielen investiert. Schauen wir uns also die Geschichte des Glücksspiels in Österreich einmal genauer an:

Glücksspiel – Unterhaltung für das Volk

Im 17. Jahrhundert war das Glücksspiel in Österreich bereits populär. Die Angehörigen niedrigerer Gesellschaftsschichten, also Bauern oder Handwerker, verbrachten ihre freie Zeit gern damit, sich an Kugel- und Würfelspielen zu erfreuen. An Feiertagen oder Jahrmärkten waren öffentliche Plätze voll mit Menschen, die am Glücksspiel entweder teilnahmen – mit Einsätzen oder ohne – oder diesen zuschauten.

Doch mit steigender Popularität gelangte das Glücksspiel in das Blickfeld der Herrscher: Um dem unregulierten Glücksspiel entgegenzuwirken, wurde 1696 von Leopold I, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, ein Gesetz verhängt, nach dem jegliches illegales Glücksspiel strafrechtlich verfolgt werden konnte. Dieses Gesetz wurde somit das erste österreichische Glücksspiel-Gesetz. Es war der Beginn eines ständigen Hin-und-Her, das über Jahrhunderte andauern sollte – bis in die heutige Zeit.

Der Staat hat ein Einsehen

Doch natürlich hatten die Mächtigen auch erkannt, dass das Volk mit Glücksspielen bei Laune gehalten wurde. Und so wurden die ersten Lizenzen zum Veranstalten von Glücksspielen im erteilt – direkt vom Wiener Hof aus. Die damaligen Lizenzen bezogen sich dabei in der Regel auf Karten- und Würfelspiele, Kugelspiele waren außer Mode gekommen. Es kam also zu einer ersten Privatisierung des Glücksspiels in Österreich.

Trotzdem galt Glücksspiel zu dieser Epoche noch als Zeitvertreib des Pöbels und gemeinen Volkes und wurde demnach vom Adel verpönt und verachtet. Das scherte die armen Glücksritter aber wenig. Vor allem in der Hauptstadt Wien, quasi in unmittelbarer Nähe zu den Habsburgern, wurde viel und gerne gezockt, ohne ein Ende in Sicht.

Ein Spiel in Ehren...

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts begann auch der Adel, dem Glücksspiel mehr Anerkennung zu schenken. Auch die reicheren Schichten schlossen sich diesem Trend an. Frei nach dem Motto: „Ein Kartenspiel in Ehren, kann niemand verwehren.“ Einige Kartenspiele galten dabei als durchaus zivilisiert und elegant – die ausschlaggebenden Qualitäten für alles, was als dem Adel und höheren Schichten würdig gelten wollte.

Mit dem Vorstoß des Glücksspiels in die Adelsschichten war der weitere Verlauf der Geschichte geschrieben. Da nun alle Mitglieder der Gesellschaft Freude am Glücksspiel fanden, bahnte es sich seinen Weg durch das Land: Auch jenseits von Wien oder Salzburg begann man mehr und mehr, die alten Karten- und Würfelspiele kennenzulernen und für sich zu entdecken. Zusätzlich wurden regionale Variationen erfunden. Verschiedene Arten von Karten- und Würfelspielen und Kombinationen dieser wurden kreiert, die ersten Brettspiele folgten schon bald.

Der Wiener Hof, während er sich vor etwa einem Jahrhundert noch damit begnügte, lediglich Lizenzen zu vergeben, frönte nun selbst dem Glücksspiel. Turniere mit himmelshohen Einsätzen fanden immer regelmäßiger, bis sie schließlich fester Bestandteil des kulturellen Lebens wurden. Befeuert wurde diese Entwicklung durch die rege Teilnahme an jenen Events durch Erzherzogin Maria Theresia selbst. Das Budget der Regentin war natürlich recht groß und so scheute auch sie keinesfalls hohe Einsätze zu spielen.

Der Staat verdient mit

Mit der zunehmenden Kommerzialisierung und Popularität des Glücksspiels konnte man sich in Wien nun nicht mehr dem Gedanken verwehren, auf andere Weisen als nur der Teilnahme am Glücksspiel zu verdienen. Eintrittsgebühren und zunächst überschaubare Gewinnsteuern wurden verhängt. Zusätzlich wurden bisher illegale Glücksspielvarianten legalisiert und unter staatlicher Aufsicht veranstaltet. Auch hierbei flossen reichlich Gewinne in die Staatskasse.

Die Teilnahme an solchen Turnieren galt als Privileg und war daher in betuchten Kreisen höchst begehrt. Der positive Effekt: Auch kulturelle Stätten wie das Hofburgtheater in Wien wurden mithilfe von Glücksspieleinnahmen vor dem endgültigen Bankrott gerettet. Ebenso wurde die Infrastruktur und die Sicherheit der Bürger mit Glücksspielgewinnen gefördert. Schlussendlich wurde die erste Staatslotterie eingeführt, welche für die Teilfinanzierung des Staatshaushaltes eingesetzt wurde.

Ein turbulentes 20. Jahrhundert

Im 20. Jahrhundert gab es für Zocker der Alpenrepublik viele Neuerungen. So wurde im Jahr 1913 die erste Klassenlotterie eingeführt, die bis heute Bestand hat und in der vielleicht auch Sie Ihr Glück schon einmal versucht haben.

1934 war das Jahr der ersten Spielbanken und Casinos, welche am Semmering und in Baden bei Wien eröffnet wurden. Doch das Glück – um im Bild zu bleiben – währte nicht lange: Schon 1938 hieß es rien ne va plus und der Betrieb aller Spielbanken, außer der in Baden, war untersagt. Doch mit dem zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb auch hier, verständlicherweise, eingestellt. Nach Kriegsende diente das schmucke Gebäude zunächst als Hauptsitz der russischen Besatzer. Erst Mitte der 1950er-Jahre wurde der Spielbetrieb wieder aufgenommen. Nach weiteren Umbaumaßnahmen war das Casino Baden in den 1990er-Jahren schließlich das größte Casino in ganz Europa und ein Mekka für Freunde des gepflegten Glücksspiels. Mittlerweile betreibt die Casinos Austria AG ganze 12 Casinos in Österreich, darunter natürlich auch das Haus in Baden.

Auch das Online-Glücksspiel hat sich in Österreich seit der Jahrtausendwende etabliert. Mit win2day steht Zockern in der Alpenrepublik ein Portal zur Verfügung, auf dem sie Lotto und Toto spielen können, aber auch beim Pokern oder anderen virtuellen Casino Spielen mit viel Glück und etwas Können Gewinne einfahren.

 
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